Antarktis Tourismus
5. Juli 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Trotz erschreckender Temperaturen von bis zu -88°C, erfreut sich die Antarktis als Reiseziel in den letzten Jahren stetig wachsender Beliebtheit. Während Anfang der 1990er Jahre gerade mal 1.000 Touristen in der Antarktis gezählt wurden, tummeln sich mittlerweile jährlich um die 40.000 Reisende in der südlichsten Region des Globus.
Die meisten Antarktis-Besucher teilen dabei eine gemeinsame Leidenschaft: Das Abenteuer. Die feindlichen Lebensbedingungen, fehlende Infrastruktur und eine abwechslungsreiche Berglandschaft bieten Abenteuerlustigen aus der ganzen Welt Herausforderungen, die sie sonst nirgends auf der Welt finden:
Das Patriot Hills Base Camp ist ein Zeltlager, das Abenteurern und Forschern von November bis Februar das echte Antarktis-Lebensgefühl vermittelt. In Zwei-Mann Zelten untergebracht können diese das Camp als Basis für ihre Expeditionen und andere Unternehmungen wie zum Beispiel Klettertouren nutzen.

Foto: James Byrum
Highlight des antarktischen Sportjahres ist zweifellos der Antarktis-Marathon. Die 42 Kilometer durch die eisige Polarkälte ist dabei allerdings nur den ambitioniertesten Läufern vorbehalten. Da die Athleten auf einem Eisbrecher zur Strecke transportiert werden, ist die Teilnehmerzahl auf 52 limitiert. Zuschauer sind bei diesem Event, das 1995 debütierte trotzdem willkommen.
Ähnlich bekannt ist das Musikfestival IceStock, das jedes Jahr im Juli stattfindet. Zahlreiche Bands aus verschiedenen Musik-Genres bieten den Touristen und Bewohnern der Halbinsel mal mehr und mal weniger professionelle Musik in einem weltweit einmaligen Ambiente der Stadt McMurdo.
Zu erreichen ist der südlichste Teil der Erde für Touristen vor allem per Schiff. Ausgangspunkt für die Zweitagesreise per Schiff ist meist das im Süden Argentiniens gelegene Ushuaia.
Doch Vorsicht! Forscher und Behörden sind sich des Tourismus-Booms in der Antarktis ebenfalls bewusst. So wurde das Thema „Tourismus“ auch bereits auf einer Konferenz des Antarktis Bündnisses 2009 in Neuseeland zur Sprache gebracht. Die zuständigen Behörden warnen seit Jahren offensiv vor den Gefahren für Antarktis-Urlauber und versuchen durch strikte Regulationen das einmalige Ökosystem der Antarktis zu erhalten. Auf der Website der Tourismus-Behörde sich so auch ein ausführlicher Touristen-Guide mit Verboten und Empfehlungen für einen Trip auf die Halbinsel finden.